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Eine vier Tage anhaltende Massenvergewaltigung von rund 300 Frauen, Mädchen, Männern und Jungen jeden Alters wurde angeordnet und planvoll durchgeführt.
Die Aktion thematisiert die schweren Menschenrechtsverbrechen geprägt von sexueller Gewalt, die von Kampfeinheiten der bewaffneten Gruppierung FDLR im August 2010 in Walikale, Nord-Kivu verübten wurden. Bei dieser Massenvergewaltigung stellen Frauen und Mädchen die größte Opfergruppe.
Dieser Angriff auf die Bewohner mehrerer benachbarter Dörfer der Region Walikale fand in nur 30 km Entfernung zu einem Stützpunkt der UN Friedens- und Stabilisierungsmission MONUSCO im Kongo statt.
Weder die UN Blauhelmtruppen noch die kongolesische Regierungsarmee erfüllten bei diesem Angriff ihre mandatsgemässe bzw. verfassungsmässige Pflicht zum Schutz der Zivilbevölkerung.
Amnesty International fordert angesichts dieser schockierenden Ereignisse die UN Friedens- und Stabilisierungs-Mission in der DRC und die Regierung der DRC auf,
1.nun endlich mit höchster Effizienz und Willensstärke ihren Verpflichtungen zum Schutz der Zivilbevölkerung vor allem in den Konfliktregionen des Ostkongo nachzukommen
2.und vordringlich und kompromisslos die Straflosigkeit, die die Täter von konfliktabhängiger und anderer sexualisierter und geschlechtsspezifischer Gewalt besonders gegenüber Frauen und Mädchen, die die größte Opfergruppe darstellen, zu beenden.
Bei Rückfragen, die diese Aktion betreffen, wenden Sie sich bitte an die Kongo-Spezialistin von Amnesty International Deutschland:
Andrea Riethmüller: andrea.riethmueller@gmx.de
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