Amnesty International Menschenrechtsverletzungen an Frauen (MaF)

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Menschenrechtsverletzungen an Frauen (MaF)

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SIERRA LEONE

Medizinische Betreuung von Müttern weiterhin ungenügend

Am 6. September 2011 wurde der Bericht "At a Crossroads" veröffentlicht.

Mehr betreute Geburten

Der neue Bericht zur Situation schwangerer Frauen und Mädchen in Sierra Leone seit der Einführung der kostenlosen Gesundheitsversorgung im April 2010 zeigt, dass trotz der anzuerkennenden Bemühungen der Regierung, die Gesundheitsversorgung für werdende Mütter zu verbessern, die medizinische Betreuung weiterhin ungenügend ist.
Einige positive Entwicklungen sind immerhin zu verzeichnen. So stieg die Anzahl der betreuten Geburten im vergangenen Jahr um 45%.

Gefälle zwischen städtischen und ländlichen Regionen

Doch sind weitere Anstrengungen notwendig; denn das Gesundheitssystem funktioniert in vielen Bereichen nicht. Es gibt nach wie vor ein erhebliches Gefälle in der Schwangerenversorgung zwischen städtischen und ländlichen Regionen. Die medizinische Versorgung inklusive Arzneimittel ist häufig von minderwertiger Qualität.

Beschaffungsschwierigkeiten durch Korruption

Zudem entstehen durch Korruption, durch Schwierigkeiten bei der Beschaffung, Lagerung und Verteilung von Medikamenten und durch Diebstahl Engpässe bei der Versorgung. In vielen Fällen müssen Frauen für Medikamente und andere Arzneimittel wie Verbandmaterial "Gebühren" entrichten oder sie auf dem freien Markt kaufen, obwohl diese eigentlich der Kostenfreiheit unterliegen. Den Frauen und Mädchen, die dazu finanziell nicht in der Lage sind, werden Arznei und Behandlung verweigert. Damit haben in Armut lebende Frauen weiterhin nur eingeschränkten oder gar keinen Zugang zu notwendiger und oft lebensrettender medizinischer Betreuung während und nach der Schwangerschaft und Geburt.

Nach Ansicht von Amnesty International fehlt dem sierra-leonischen Gesundheitswesen Transparenz, ein effektives Kontrollsystem mit Rechenschaftspflicht und die Möglichkeit zur Beschwerdeführung.

Briefaktion

Angesprochen werden sollen die Ministerin für Gesundheit und der Vorsitzende der Antikorruptions-Kommission. Die Briefe sollen ab sofort und können bis Ende Februar 2012 abgeschickt werden.

Petitionsliste

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