Amnesty International TheKo Menschenrechtsverletzungen an Frauen

Impressum | Login

TheKo Menschenrechtsverletzungen an Frauen

StartseiteChina: Verfolgung von Falun Gong

21.02.2017

China: Drohende Haftstrafe für Falun Gong Praktizierende Chen Huixia

Chen Huixia, Anhängerin der spirituellen Bewegung Falun Gong, wurde wegen "Untergrabung der Gesetzesvollstreckung mithilfe eines Kult des Bösen" angeklagt. Seit dem 3. Juni 2016, dem Tag an dem sie festgenommen wurde, ist es Familienangehörigen nicht möglich sie zu besuchen. Unterstützen Sie Chen Huixia bis zum 04. April 2017 hier.

Hintergrundinformationen

Im Dezember 2016 reichte die Staatsanwaltschaft die Anklageschrift gegen Chen Huixia, die wegen "Untergrabung der Gesetzesvollstreckung mithilfe eines Kult des Bösen" festgenommen wurde, beim Volksgericht in Shijiazhuang im Bezirk Yuhua ein. Der Gerichtstermin steht noch nicht fest. Sollte Chen Huixia jedoch für schuldig erklärt werden, drohen ihr zwischen drei Jahren bis zu lebenslanger Haft. Ihrem Rechtsbeistand wurde die Einsicht in die Verfahrensakte im Januar 2017 durch das Gericht mit der Begründung verweigert, es müsse erst die familiäre Beziehung zwischen Chen Huixia und ihrer Tochter, die den Anwalt aus dem Ausland beauftragt hatte, sicherstellen.

Nach dem Besuch ihres Rechtsbeistands am 15. Dezember 2016 und 13. Januar 2017, wurde Chen Huixias Gesundheitszustand als "gut" angegeben. Sie wird nicht mehr gefoltert oder Gehirnwäschen unterzogen, die sie dazu bringen sollte, sich von ihren Überzeugungen zu distanzieren. Da der Rechtsbeistand davon ausgeht, dass die Gespräche abgehört werden, bekommt die Familie nur begrenzt Informationen. Der Schwester und dem Bruder von Chen Huixai wurde nicht gestattet, sie zu besuchen.

Nach ihrer Festnahme am 3. Juni 2016, wurde Chen Huixia über einen Monat an einen Metallstuhl gefesselt, bevor sie am 15. Juni 2016 von der inoffiziellen Hafteinrichtung in das Gefängnis Nr.2 nach Shijiazhuang, nord-östlich der Provinz Hebei, verlegt wurde. Chen Huixia hatte bis November 2016 keinen Zugang zu einem Rechtsbeistand, da viele von der Familie angefragte Rechtsbeistände den Fall nicht übernehmen wollten. Sie glaubten, die Behörden würden ihnen keine Erlaubnis erteilen, eine Falun-Gong-Anhängerin zu verteidigen.

Weitere Hintergrundinformationen rund um die diskriminierende Behandlung von Chen Huixia finden Sie hier.

Und weitere Eilaktionen finden Sie wie immer hier.

Weitere Informationen zur aktuellen Menschenrechtssituation in China und zur Lage der Falun Gong Anhänger können Sie hier nachlesen.