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Iran: Aktionsmaterialien zu den Fällen von Atena Daemi & Narges Mohammadi

Wir haben an dieser Stelle schon sehr oft über das mutige Engagement der Menschenrechtsverteidigerinnen Atena Daemi und Narges Mohammadi berichtet. Leider musste Amnesty International bezüglich ihrer beiden Fälle immer wieder auf massive Menschenrechtsverletzungen hinweisen, die bis heute andauern. Nun gibt es Aktionsmaterialien, um die beiden Frauen zu unterstützen.

Atena Daemi

Atena Daemi ist eine iranische Menschenrechtsaktivistin, die für ihr friedliches Engagement zu sieben Jahren Haft verurteilt wurde. Amnesty International fordert ihre unverzügliche Freilassung.

Sie hatte sich auf Facebook und Twitter kritisch zu Hinrichtungen und Menschenrechtsverletzungen im Iran geäußert,mit Angehörigen zum Tode Verurteilter vor den Gefängnissen demonstriert und Flugblätter gegen die Todesstrafe verteilt. Außerdem informierte sie über Menschenrechte und setzte sich für die Rechte arbeitender Kinder ein.

Atena Daemi wurde im Oktober 2014 verhaftet. Sie befand sich mehr als 50 Tage unter Einzelhaft im Evin-Gefängnis und erhielt in dieser Zeit keinen Zugang zu einem Rechtsbeistand. Seit der Inhaftierung leidet sie unter gesundheitlichen Beeinträchtigungen, doch auch der Zugang zu einem Arzt wurde ihr verweigert.

Daemi legte Berufung gegen ein Urteil ein, dass sie zunächst zu 14 Jahren Haft verurteilte und konnte das Gefängnis in der Zwischenzeit verlassen. Das Berufungsgericht setzte ihre Haftstrafe auf sieben Jahre herab. Im November 2016 wurde sie jedoch erneut gewaltsam verhaftet und begann im April 2017 als Protest einen Hungerstreik. Im Zuge des Hungerstreiks verschlechterte sich ihr Gesundheitszustand zunehmend. Anfang dieses Jahres wurde sie unter brutalem Zwang in eine andere Haftanstalt verlegt.

Aktionsmaterialien zum Fall von Atena Daemi

Narges Mohammadi

Narges Mohammadi wurde aufgrund ihres friedlichen Engagements für die Menschenrechte im Iran zu insgesamt 16 Jahren Haft verurteilt. Auch für sie fordert Amnesty International die sofortige und bedingungslose Freilassung.

Narges Mohammadi war Geschäftsführerin und stellvertretende Leiterin des Zentrums für Menschenrechtsverteidiger (Center for Human Rights Defenders - CHRD) in Teheran. Sie war während der Zeit ihres Engagements bei CHRD auch Mitbegründerin einer Initiative, die sich gegen die Hinrichtung von Jugendlichen wendet. Außerdem setzte sie sich für freie und faire Wahlen im Iran ein.

Mohammadi wurde bereits 2011 verurteilt, dessen Haftstrafe sie derzeit noch verbüßt. Nach einer kurzzeitigen Haftschonung aufgrund ihres schlechten gesundheitlichen Zustandes wurde sie 2015 erneut verhaftet und 2016 u.a. wegen "Verschwörung gegen die nationale Sicherheit" und "Verbreitung von Propaganda gegen das System" verurteilt. Im Oktober 2015 verschlimmerte sich ihr Gesundheitszustand so sehr, dass sie ins Krankenhaus eingeliefert werden musste, die Haftstrafe wurde jedoch nach 17 Tagen fortgesetzt. Narges Mohammadi hat keinen Zugang zu ihren beiden Kindern.

Aktionsmaterialien zum Fall von Narges Mohammadi

Diese Materialien, die für Aktionen und Öffentlichkeitsarbeit vor Ort genutzt werden können, wurden von der Koordinationsgruppe Iran von Amnesty International erstellt.

Weitere Aktionsmaterialien zu den iranischen Menschenrechtsverteidiger/innen Shima Babaee und ihrem Mann Dariush Zand finden Sie hier.

Informieren Sie sich auch über unseren anderen Eilaktionen hier.