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Die Position von Amnesty International zu Schwangerschaftsabbrüchen

Amnesty International setzt sich für alle sexuellen und reproduktiven Rechte ein. Vorrang haben das Recht auf Aufklärung und der Zugang zu Verhütungsmitteln zur Vermeidung ungewollter Schwangerschaften. Amnesty fordert kein generelles Recht auf Schwangerschaftsabbruch. Aber wenn eine Fortführung der Schwangerschaft das Leben oder die körperliche oder seelische Gesundheit einer Frau gravierend gefährdet oder die Schwangerschaft Folge einer Vergewaltigung oder von Inzest ist, muss ein Schwangerschaftsabbruch auf legalem und sicherem Weg möglich sein.

Die Position von Amnesty International basiert auf dem Prinzip, dass jede Frau das Recht hat, Informationen zu erhalten und frei vn jeder Art von Zwang, Diskriminierung oder Gewalt Entscheidungen über ihren Körper und ihre Fortpflanzung zu treffen. Dazu gehört auch die Entscheidung zur Fortsetzung oder zum Abbruch einer Schwangerschaft in den genannten Fällen.

„Entkriminalisierung“ bedeutet: Wer sich über Schwangerschaftsabbrüche informieren, sie erhalten oder durchführen möchte, darf dafür nicht bestraft werden. Die Erfahrung zeigt, dass die Kriminalisierung wenig oder gar keinen Einfluss auf die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche hat. Sie hat jedoch einen dramatischen Einfluss auf die Sicherheit bei der Durchführung und setzt damit das Leben von betroffenen Frauen aufs Spiel. Die höchsten Raten von unsicheren Schwangerschaftsabbrüchen findet man in Ländern, in denen diese unter allen oder fast allen Umständen verboten sind.

Aktionen zum Thema

Irland gehört zu den Ländern mit den restriktivsten Abtreibungsgesetzen weltweit. Daher forderte Amnesty International die irische Regierung dazu auf, diese zu lockern. Hier können Sie noch einmal die Aktion sowie die Erfolge nachvollziehen.