Amnesty International TheKo Menschenrechtsverletzungen an Frauen

Impressum | Login

TheKo Menschenrechtsverletzungen an Frauen

StartseiteSolidaritätMitDenMR-Verteidigerinnen-SYRIEN

SYRIEN

Mehr als 200 Frauen kamen bei den Unruhen um!

Seit Jahrzehnten verletzen Syriens Sicherheitskräfte ungestraft die Menschenrechte. Außergerichtliche Tötungen, „Verschwindenlassen“ und Folter von Menschen, die von der staatlich anerkannten Meinung abweichen, stehen auf der Tagesordnung.

Seit die Regierung alle Forderungen nach Reformen und die Demonstrationen, die das Land seit mehr als zehn Monaten bewegen, brutal niederschlägt, haben die Menschenrechtsverletzungen drastisch zugenommen.

Amnesty International erhielt mehr als 5.000 Namen von Opfern, darunter mehr als 200 Frauen und Mädchen, die seit dem Beginn der Unruhen im März 2011 gewaltsam ums Leben gekommen sind. Die überwiegende Mehrheit wurde, laut Berichten, von staatlichen Sicherheitskräften und Militäreinheiten während Protestaktionen in Wohngebieten getötet. Tausende wurden verhaftet, viele von ihnen in Internierungslagern ohne Kontakt zur Außenwelt angehalten. Diese Lager werden von Geheimdiensten geführt, die niemandem Rechenschaft schulden. Viele sind praktisch „verschwunden“, da die Behörden die Festnahmen nicht zugeben. Ihre Familien erfuhren nie ihren Aufenthaltsort. Freigelassene berichten von Folter und anderen Misshandlungen, die in diesen Lagern offensichtlich weit verbreitet sind.

Amnesty International ist der Auffassung, dass diese Verbrechen der staatlichen Organe zu den Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu zählen sind: weit verbreitet, systematisch und organisiert durchgeführt, richten sie sich gegen die Zivilbevölkerung und fordern zahlreiche Opfer.

Menschenrechtsverteidigerinnen an vorderster Front
Obwohl Frauen während der Ereignisse wenig wahrgenommen wurden, spielt dennoch eine beachtliche Zahl von Aktivistinnen eine wichtige Rolle in der Planung und Durchführung der Proteste, wie vor allem in den sozialen Netzwerken im Internet zu beobachten ist.

Menschenrechtsverteidigerinnen standen an vorderster Front, um Missbrauch aufzuzeigen. Oftmals bezahlten sie ihren Mut mit willkürlichen Verhaftungen und Folter.

Die Aktivistin Razan Zeitouneh berichtet beispielsweise auf ihrer Website von Gräueltaten, die von staatlicher Seite durchgeführt wurden, darunter Verschleppung, Verhaftungen, Folter und Tötung von friedlichen DemonstrantInnen. Ihre Informationen stellten einige der wenigen Quellen für die internationale Berichterstattung dar, die die Brutalität des Al-Assad-Regimes gegen das syrische Volk belegen. Viele Aktivistinnen sind nunmehr untergetaucht oder geflohen, dokumentieren aber weiterhin die Gewalttaten des Regimes für die internationale Gemeinschaft.

WERDEN SIE AKTIV!

Setzen Sie die First Lady Asma Al-Assad unter Druck! Sie kann großen Einfluss ausüben, um den syrischen Aktivistinnen ihr Recht zur freien Meinungsäußerung und Versammlungsfreiheit zu gewähren.

Als die in Großbritannien geborene Asma den syrischen Präsidenten 2000 heiratete, kam die Hoffnung auf, dass diese Verbindung zu einem neuen, fortschrittlichen, die Menschenrechte achtenden Syrien führen würde. Zwölf Jahre später ist klar, dass dieses neue Syrien weiter denn je von der Realität entfernt ist.

In ihrer Rolle als First Lady hat sich Asma al-Assad selbst oft als Verfechterin der Frauen- und Kinderrechte dargestellt. So hat sie z. B. 2007 eine Frauenfriedensfahrt gesponsert, um die Frauenrechte zu fördern. 2011, kurz vor Ausbruch der Proteste, wurde sie von der „Vogue“ als „Rose in der Wüste“ bezeichnet, während die katastrophale Menschenrechtssituation unerwähnt blieb. Seit dem Ausbruch der blutig niedergeschlagenen Unruhen hat sie sich nie zum brutalen Vorgehen der Sicherheitskräfte geäußert. Jedoch trat sie gemeinsam mit ihrem Mann bei einer regierungsfreundlichen Kundgebung auf, in der der Präsident ausländische konspirative Kräfte für die Destabilisierung des Landes verantwortlich machte.

Es ist an der Zeit, Asma Al-Assad daran zu erinnern, dass die Menschen- und Frauenrechte universell sind und von Syrien geachtet werden müssen.

Schreiben Sie Asma Al-Assad - Musterbrief