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WEIBLICHE GENITALVERSTÜMMELUNG / WELTWEIT

Der 06. Februar ist der INTERNATIONALE TAG GEGEN WEIBLICHE GENITALVERSTÜMMELUNG (FGM).

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden jedes Jahr zwei Millionen Frauen und Mädchen genital verstümmelt. Rund 130 Millionen der heute lebenden Frauen sind weltweit dieser Tortur unterzogen worden. Täglich sind ca. 6.000 Mädchen und Frauen davon bedroht. Schätzungen zufolge sind in selbst Deutschland bereits rund 20 000 Frauen von genitaler Verstümmelung betroffen.

Weibliche Genitalverstümmelung ist eine Menschenrechtsverletzung!
Zu den Menschenrechten gehören das Grundrecht auf physische und geistige Unversehrtheit, der Schutz vor Diskriminierung aufgrund des Geschlechts und das Recht auf (reproduktive) Gesundheit. Staaten, die Frauen nicht ausreichend vor FGM schützen, verstoßen damit gegen diese Menschenrechte.

Amnesty International ist sich bewusst, dass weibliche Genitalverstümmelung eine oftmals tief verwurzelte Tradition ist. Dies erfordert einen sensiblen Umgang mit dem Thema - bedeutet jedoch nicht, dass Tradition als Rechtfertigung dienen kann. Durch Lobbyarbeit und Informationskampagnen will Amnesty International Regierungen weltweit dazu auffordern, weibliche Genitalverstümmelung wirksam zu verbieten und Mädchen und Frauen ausreichenden Schutz davor zu gewähren.

>> Was könnt ihr tun?
Amnesty International führt eine europaweite Kampagne gegen weibliche Genitalverstümmelung durch, die sich an die europäischen Regierungen wendet. >> Hier gibt’s Infos dazu, wie ihr dabei mitmachen könnt!

In Ägypten sind 95% der Frauen von Genitalverstümmelung betroffen! – Eine erschreckende Zahl!! Noch erschreckender: in 90% der Fälle sind es ÄrztInnen und anderes ausgebildetes medizinisches Personal, das diese Praktiken ausübt!
Wer sich für die Frauen und Mädchen in Ägypten einsetzen möchte, kann sich an den AI-Aktionen zum 08.03.2012 beteiligen >> Lässt die ägyptische Revolution Frauen außen vor?

In Deutschland leben schätzungsweise 30.000 Migrantinnen, die von weiblicher Genitalverstümmelung bedroht sind. Da es für sie kaum Informationen, Beratungs- und Unterstützungsangebote gibt, wurde in Düsseldorf der "Runde Tisch NRW gegen Beschneidung von Mädchen" gegründet, an dem sich auch die " Themenkoordinationsgruppe Menschenrechtsverletzungen an Frauen" von Amnesty International beteiligt. >> Wenn Sie die Arbeit dieser Gruppe unterstützen möchtet, könnt ihr hier spenden oder die hier angebotenen Flyer verteilen, um andere auf das Thema aufmerksam zu machen.

Wer weitere Infos zum Thema lesen möchte, findet sie hier