Aktuell

KENIA
Angst vor Angriffen macht Frauen zu Gefangenen in ihren eigenen Häusern
In der Nacht das Haus verlassen? Für Frauen und Mädchen in den Slums von Nairobi kommt das nicht in Frage. Sie leben in ständiger Angst vor sexualisierter Gewalt und in einer unwürdigen Umgebung ohne ausreichenden Zugang zu sanitären Einrichtungen. Die Forderungen nach mehr Schutz und Sicherheit sowie nach einer besseren Versorgung mit Sanitäranlagen in den Slums hat die kenianische Regierung bisher weitgehend ignoriert.
Amnesty International dokumentiert die teils lebensbedrohliche Situation von Frauen und Mädchen den Slums von Nairobi in dem Bericht „Insecurity and Indignity: Women's experiences in the slums of Nairobi, Kenya“.
Am 07. Juli 2010 wird der Bericht auf einer Pressekonferenz in Nairobi vorgestellt.
Kompletter Bericht in englischer Sprache:
Kenya: Insecurity and indignity: Women's experiences in the slums of Nairobi, Kenya

Kurzbericht mit Aktionsvorschlag in englischer Sprache
Kenya: Risking rape to reach a toilet: Women's experiences in the slums of Nairobi, Kenya


KAMBODSCHA
Sexuelle Gewalt in Kambodscha: Das Schweigen brechen

Eine wachsende Zahl von Berichten über Vergewaltigungen, auch von sehr jungen Mädchen, und Vergewaltigungen durch Gruppen, füllen kambodschanische Zeitungen. Die meisten Polizisten, Nichtregierungsorganisationen (NGO) und Beamte, die sich mit dem Thema befassen, sind sich einig, dass die Zahl der Vergewaltigungen steigt. Der akute Mangel an geeigneten Einrichtungen für die Opfer von Vergewaltigungen spiegelt die gesellschaftliche Einstellung gegenüber Vergewaltigungen und sexueller Gewalt wider.
Kompletter Bericht in englischer Sprache
Breaking the silence: Sexual violence in cambodia – 26. April 2010
Mehr Infos
Kontakt: ai-cambodia@tavari.de



USA
Erschreckend hohe Müttersterblichkeitsrate

Amnesty International ruft den amerikanischen Präsidenten Barack Obama auf, mehr gegen die steigende Zahl von Todesfällen aufgrund von Mutterschaft und Schwangerschaftskomplikationen zu unternehmen. In den USA sind vor allem jene Frauen davon betroffen, die Minderheiten angehören oder in Armut leben.
Im Bericht «Deadly Delivery: The Maternal Health Care Crisis in the USA» vom 12. März 2010 fordert Amnesty International von den USA Massnahmen gegen eine Krise, die täglich zwei bis drei Frauen in diesem Land das Leben kostet: Nämlich Komplikationen im Zusammenhang mit Schwangerschaft und Geburt.
Nehmen Sie teil an der Online-Aktion gegen Müttersterblichkeit in den USA – fordern Sie den amerikanischen Gesundheitsminister auf, dafür zu sorgen, dass alle Frauen Zugang zu qualitativ guter Gesundheitsversorgung haben!


JEMEN
Frauen sind nur halb so viel wert wie Männer

Diskriminierung von Frauen und Mädchen sowie Gewalt gegen diese sind an der Tagesordnung im Jemen. Neben einer großen Bandbreite von familiärer Gewalt sind Zwangsheirat, Kinderehen und Verbrechen im Namen der Ehre die Menschenrechts-verletzungen, die jemenitische Frauen und Mädchen erleiden. Diskriminierende Gesetze und Traditionen behandeln sie wie Bürger zweiter Klasse.
Kompletter Bericht in englischer Sprache - November 2009
Yemen’s dark side – Discrimination and violence against vomen and girls


NICARAGUA
Nicht einmal wenn ihr Leben auf dem Spiel steht

Thema: Wie das Totalverbot von Schwangerschaftsabbrüchen Ärzte kriminalisiert und Frauen und Mädchen in Gefahr bringt
Dauer: Bisher nicht begrenzt
Materialien: Broschüre mit genanntem Titel, Musterbrief, Pressemitteilung, Online-Petition Das seit 2008 gültige Strafgesetzbuch von Nicaragua stellt jegliche Form des Schwangerschaftsabbruchs unter Strafe. Vorher waren im Falle von Gefahr für Leben und Gesundheit der Mutter oder bei Schwangerschaft als Folge einer Vergewaltigung Ausnahmen vom Abtreibungsverbot erlaubt. Das ist nun vorbei, mit schlimmen Folgen für betroffene Frauen und behandelnde ÄrztInnen.
Musterbrief an den Präsidenten
Kontakt: Gunda Opfer, info@gunda-opfer.de
Aktuelle Pressemitteilung mit Online-Petition: Abtreibungsverbot bedroht das Leben schwangerer Krebspatientin